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Liebe Leser
Das ist gar nicht so einfach! Als wohlerzogene Dame
aus gutem Hause hat man natürlich seine Ansprüche. Deshalb habe ich mich
dann mit meinen Vorstellungen an die Partnervermittlung Bergundthal &
Boutellier gewandt. Mein Traummann sollte folgende Bedingungen erfüllen:
- gutaussehend
- ein Gentledog sein
- von vorzüglichem Wesen und aus bestem Hause
- von bester Gesundheit (schliesslich soll er nicht
gleich in der ersten Liebesnacht den Löffel abgeben)
Mit dieser Liste haben sich die beiden Zweibeiner Coni
+ Sandra auf die Suche nach meinem Traummann gemacht. Bücher und Hefte
wurden gewälzt, hunderte von Fotos angeschaut und stundenlang im Internet
gesurft, aber irgendetwas hatten die beiden an den Männern immer
auszusetzen: Die Augen waren zu hell, die Füsse durchgetreten (besonders
Coni outete sich als Fussfetischist), die Abstammung nicht gut genug. Nach
langer Suche wurden sie aber doch noch fündig und präsentierten mir die
Fotos von Mein Staffi Xidorf. Da war ich gleich bis über beide Ohren
verliebt: der sah aus wie Brad Pitt und der Rest stimmte auch!
Kapitel 2:
Die Hochzeitsvorbereitungen
Da hatten es dann die Zweibeiner wieder
total eilig. Alles wurde genaustens geplant. Die Babies aus unserer
Hochzeitsnacht sollten ja Ende April zur Welt kommen. Aber denen habe ich
ein schönes Schnippchen geschlagen, schliesslich wollte ich ja meine Jugend
doch noch etwas geniessen. Am 31. 3. 03 war es dann soweit: ich wurde
läufig! Sandra plante die ganze Aktion minutiös, schliesslich sollte die
Hochzeit ja im idyllischen Piemont (Italien) stattfinden. Am 9.4.03 wurde
mir etwas Blut abgezapft für den ersten Progesterontest (damit die Hormone
stimmen fürs Kinderkriegen).

So sieht er dann aus, der Progesterontest.
Das 3. Röhrchen von links (das hellste) ist übrigens meines. Sandra wurde
ganz hektisch: das gibts doch nicht! Laut Progesterontest hatte ich meinen
Eisprung schon hinter mir und sollte sofort nach Italien zu Xidorf fahren,
dabei war doch heute erst der 10. Tag der Läufigkeit. Die Hochzeit war ja im
voraus ca. für den 13. Tag geplant. Sandra machte sich grosse Sorgen, weil
ich trotz dieses Resultates von Everett, meinem Boxer-Butler, nichts wissen
wollte. Aber eine Dame aus gutem Hause gibts sich nicht mit dem
Personal ab. Es wurde viel telefoniert: mit Coni, Coni telefonierte dann mit
Frankreich (Papi Boris Chapiro) und Italien. Alle meinten, trotz eindeutigen
wissenschaftlichen Beweisen, es sei doch noch viel zu früh. So wurde dann
beschlossen den Progesterontest (falls er einfach nicht richtig
funktionierte) am nächsten morgen, am 11. Tag, nochmals zu wiederholen.
Obwohl es die Zweibeiner fast nicht
glauben konnten, das Resultat war das gleiche. Sandra packte nur
gerade das nötigste zusammen, startete unseren Bus und ab ging`s im
Eilzugstempo durch den Gotthard Richtung Italien. Herzlichen Dank an die
Kleintier - und Vogelpraxis Dr. Sandmeier in Dättwil, die meiner Chauffeuse
Sandra grosszügig freigaben, damit sie mich zu Xidorf chauffieren konnte.
Sandra war allerdings nur mässig guter
Laune während der ganzen Fahrt. Dauernd murmelte sie etwas wie:" die lässt
sich bestimmt nicht decken! Von Everett wollte die auch noch nichts wissen.
Jetzt steh ich dann in Italien und die will von Xidorf noch nichts wissen!"
Kapitel 3:
Die Hochzeit
Nach 5 Stunden Fahrt waren wir endlich in
Coni und René` s Ferienhaus im Piemont. Ich hatte noch kurz Zeit fϋr ein
kleines Schönheitsschläfchen und nach nur einer Stunde kam schon Xidorf mit
seinem Manager und Chauffeur Massimo Balza angebraust. Die Zweibeiner
erledigten noch schnell die Formalitäten fϋr den Ehevertrag und dann war
alles bereit fϋr die Hochzeitsnacht. Xidorf war natϋrlich ein Gentledog aus
bestem Hause, mit vorzϋglichen Manieren, da war ich bei seinem Anblick
gleich total verliebt. Wie Ihr Euch vorstellen könnt, klappte die erste
Liebesnacht hervorragend, Details werden aber keine verraten. Meinen
Zweibeinern habe ich`s mal wieder richtig gezeigt. 1:0 für Cara und
die Wissenschaft
 
Hier seht Ihr 2 Bilder von meinem Liebsten.
 
Unsere Hochzeits-Residenz
Bis Samstag konnte ich dann meine Flitterwochen im
Piemont geniessen. Trotz der ganzen Heiraterei hatte ich genügend Zeit noch
eine nette italienische Maremmano-Lady namens Xena kennenzulernen, die mich auch einmal
in meinem Flitterwochen-Domizil besuchte. Trotz meinen beschränkten
Italienisch-Kenntnissen unterhielten wir uns ausgezeichnet.
 
Leider waren die Ferien nach meiner 2. Liebesnacht am
Samstag schon wieder zu Ende und wir brausten bereits am Samstagnachmittag
zurück in die Schweiz.
Kapitel 4: "Cara, bist Du
Schwanger?"
Das war eindeutig die Frage, die mir die Zweibeiner in
den letzten Wochen am meisten gestellt haben. Diese neugierige Bande! Ich
habe natürlich nichts verraten und alle ein bisschen auf die Folter
gespannt.
Am 7. Mai machten wir dann alle zusammen einen kleinen
Ausflug mit dem Auto. Mit von der Partie waren natürlich meine Chauffeuse
Sandra, Boxer Everett (mein Bodyguard) und meine Freundin Berta, eine
Staffordshire Bullterrier Dame, mit ihrer Managerin Coni. Die Zweibeiner
waren schon richtig aufgeregt und so war ich auch gespannt, was da wohl für
eine Überraschung auf Berta und mich wartete.
In Niederglatt angekommen, wurde ich sehr freundlich von
Dr. Gardelle, einem Ultraschallspezialisten, empfangen und durfte mich in
einem ruhigen Zimmer gemütlich auf einen Tisch legen. Dann strich Dr.
Gardelle mir den Bauch mit einem Gel ein und massierte meinen Bauch mit
einem komischen Ding (die Zweibeiner nannten es Ultraschallsonde). Das Ganze
war sehr entspannend und gefiel mir ausgezeichnet, da konnte ich herrlich
ein Nickerchen machen. Die Zweibeiner waren allerdings gar nicht entspannt,
sondern starrten gebannt auf einen Schwarz-weiss-Bildschirm. Dort
konnten sie sehen wie Dr. Gardelle meine Babies im Bauch "filmte". 6 kleine
Babies konnte er finden! Man konnte sogar sehen wie bei den Kleinen das Herz
schlug und mit dem Ultraschallgerät den Herzschlag messen.
Hier könnt Ihr eines meiner Babies sehen (zwischen den
roten x). Es ist schon 2.21 cm gross.
Auf dem rechten Bild sind ganz rechts die fetalen Herztöne dargestellt. So
ein kleines Herz schlägt ca. 230 mal pro Minute.
Danach untersuchte Dr. Gardelle auch noch bei mir und
Everett das Herz (eine Routineuntersuchung, die bei Boxern üblich ist). Auch
bei diesem Untersuch war alles bestens! Bei Berta, die einen Tag später als
ich auf Hochzeitsreise war, gab es auch Babies zu sehen. Die
Zweibeiner waren überglücklich und ich auch: endlich war mein Geheimnis
gelüftet und sie brauchen mich nicht mehr jeden Tag mit der Frage zu nerven:
"Na Cara, bist Du wohl schwanger ?" Bis Bald
Eure Cara
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